Unter Verschluss

Unter Verschluss

Ein Klicken und ich mache mir die Männerwelt ganz so wie sie mir gefällt…

deine Lust in meinen Händen- deine Abrichtung auf mich
wenn Gefesseltsein grenzenlose Freiheit bedeutet…
deine Hingabe- meine Zufriedenheit, meine Erfüllung

1. Die Bedeutung der Keuschhaltung allgemein

Die Keuschhaltung dient unterschiedlichen Bedürfnissen.

Der Kern des Ganzen liegt aber stets darin, dass dem dominanten Part ( Top ) durch den submissiven Part ( Sub ) einvernehmlich die Kontrolle über seine Lust übergeben wird.

Dies kann für einen begrenzten Zeitraum erfolgen, aber auch auf unbestimmte Zeit angelegt sein.

Der submissive Part verfügt bezüglich seiner Lust über keinerlei Selbstbestimmung mehr.

Das Ausleben der Lust, eventuelles Tease and Denial, Verweigerung der Erlösung durch einen Orgasmus liegt einzig in den Händen des dominanten Parts.

Ein wirkungsvolles Instrument, um die Ausrichtung des Submissiven auf den dominanten Part zu vertiefen.

Mehr als nur ein Käfig

Es ist ein Zeichen der Unterwerfung, welches Vertrauen, Ehrlichkeit, Willensstärke und gegenseitigen Respekt voraussetzt.

Gleichzeitig kann es ungeahnte Höhepunkte bewirken, sowohl mental, emotional, seelisch als auch physisch.

Das Tragen eines KG’s steht symbolisch für Zugehörigkeit, tiefe Verbindung, Wachstum, Glück und Vertrautheit.

Während der submissive Part sich selbst noch einmal neu entdecken kann, verschüttete Fähigkeiten und ungeahnte Talente freilegt und eigene Grenzen bewusster wahrnimmt, wächst parallel dazu die Verbundenheit zum dominanten Part.

Ebenso wächst das Bedürfnis, diesen glücklich zu machen und ihm die eigene Hingabe zu schenken.

Ist der dominante Part zufrieden, liegt es an ihm, dem submissiven Part gegebenenfalls Erlösung zu gewähren.

Kontrolle und Verantwortung

Zwischendurch können kleinere Kontrollen, bezüglich des korrekten Sitzes des KG‘s erfolgen.

Bei Nichtbefolgen oder unzureichender Ausführung erteilter Anweisungen obliegt es dem dominanten Part zu entscheiden, ob und in welcher Form erzieherische Maßnahmen erfolgen.

Dabei können beispielsweise Verhöre, Spanking oder andere vereinbarte Konsequenzen zum Einsatz kommen.

Um die unbefriedigte Lust auf einem hohen Niveau zu halten, werden vom dominanten Part häufig solche Aufgaben erteilt, die die unbefriedigte Lust des Keuschlings maximieren und genau diesen Zustand verstärken.

Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Beispielsweise können visuelle oder akustische Reize eingesetzt werden, die gezielt die Vorlieben und Fantasien des Submissiven ansprechen und seine Aufmerksamkeit immer wieder auf seine unerfüllte Lust lenken.

Der Keuschling wird dabei häufig angehalten, die Ausführung erteilter Aufgaben zu dokumentieren und seinem dominanten Part vorzulegen.

Der Rahmen hierfür sollte jedoch immer im Vorfeld klar abgesprochen und festgelegt werden.

So lassen sich Überforderung sowie daraus entstehende Enttäuschung oder das Gefühl des Versagens vermeiden.

Die Verantwortung des dominanten Parts

Nicht zu unterschätzen ist bei dieser Form der Erziehung die Verantwortung, welche dem dominanten Part dabei zukommt.

Er sollte die Grenzen des Submissiven ganz genau spüren, erkennen, respektieren und sensibel wahrnehmen.

Ebenso wichtig ist die Bereitschaft, jederzeit offen für jegliche Kommunikation zu bleiben.

Alles kann, nichts muss.

Dieses Spiel kann sehr sanft oder sehr intensiv gestaltet werden.

Entscheidend ist, dass beide Seiten sich damit wohlfühlen.

Dann kann Keuschhaltung für beide Seiten zu einem echten Lustgewinn werden.

Eine absolute Win- Win- Situation.

2. Ein mögliches Szenario:

Der Klick – und was er für eine Bedeutung hat

Schleichend erfüllt ein Geruch von Nervosität, Angespanntheit und Angst den Raum.

Er dringt unaufhaltsam aus jeder Pore und nimmt Besitz von ihm.

Allmählich nehme ich ihn intensiv wahr.

Welch verführerischer Duft.

Ich inhaliere ihn.

Ein Lächeln umspielt meine Lippen.

Wie ich diese Situation liebe.

Baden könnte ich darin.

Noch einen Moment koste ich sie für mich aus.

Dann stelle ich mich vor das Objekt meiner Begierde.

Oft darüber gesprochen- verspielt und doch verheißungsvoll wurde das Tragen des Keuschheitskäfigs von mir angekündigt.

Noch einmal halte ich inne.

Ich schaue ihm tief in die Augen.

Erkenne ich darin Unsicherheit?

Schweißperlen bilden sich auf seiner Haut.

Gedankenblitze schießen durch seinen Kopf.

Wie ein wildes Tier sucht sein Verstand nach einem Ausweg.

Fluchtgefahren bahnen sich ihren Weg.

Doch es ist zu spät.

Du kommst hier nicht mehr weg.

Mir bewegungsunfähig ausgeliefert, stehst du am Kreuz fixiert vor mir.

Kein Entkommen.

Kein Entrinnen.

Kein Zurück.

Stumm und mit angehaltenem Atem ergibst du dich deinem Schicksal.

Ich habe die Kontrolle – sowohl über deine Lust als auch über dich.

DU gehörst mir.

Meinen Launen.

Meiner Führung.

Meiner Willkür.

Völlig hilflos ausgeliefert.

Du Glücklicher.

„Du weißt, was dir blüht!?“

Mein warmer Atem streift sein Ohr.

Dann präsentiere ich ihm den von mir ausgewählten Keuschheitskäfig.

„Ein wunderbares Instrument. Eines, das dich hervorragend unterstützen und dich zugleich animieren wird, meinen Wünschen und Ansprüchen stets gerecht zu werden!“

Bedeutungsschwere spiegelt sich in unser beider Augen wider.

Ein paar gekonnte Handgriffe.

Der Käfig sitzt.

Stille.

Dann macht es:

KLICK.

Was bedeutet das ab jetzt für dich?

Erlösung erfolgt von nun an ausschließlich nach meinem Ermessen.

Wann.

Wo.

Wie.

Ob überhaupt.

Ganz abhängig von meiner Willkür.

Alles ist möglich.

Wird es ein ewiges Erregen und Verweigern geben?

Werde ich dir möglicherweise zwischendurch einen ruinierten Orgasmus gönnen?

Vielleicht melke ich dich zur Entlastung auch einfach gnadenlos ab, führe dich an den Rand und lasse dich dort verweilen.

Wer weiß das schon, welche Gemeinheiten mir so in den Sinn kommen.

Früher oder später wirst du es erfahren.

Eines ist sicher:

Deine unbefriedigte Lust wird wachsen.

Dein Leiden, meine Lust.

Unvorhersehbar wie ich bin, kann alles geschehen.

Dir immer wieder vor Augen führend, wem der Schlüssel zu deiner Lust gehört.

Und genau das wird Dir stets ein Antrieb sein.

Fürs Protokoll:

„Höre mir ganz genau zu.

Ich wiederhole mich nur ungern.“

Für dich gilt ab sofort striktes Orgasmusverbot.

Du wirst dich weder ungefragt stimulieren noch deine Lust kopflos und selbstverständlich ausleben.

Regelmäßiges Reinigen ist nicht nur erwünscht, sondern tägliche Pflicht.

Ich erwarte, dass du mir stets gepflegt gegenübertrittst.

Hierfür wirst du mich selbständig bitten, Dich reinigen zu dürfen - dazu erhältst du von mir ein explizites Zeitfenster sowie Anweisungen, wie die Reinigung exakt zu erfolgen hat. Es gilt Dokumentationspflicht- kleine Missgeschicke sollen schließlich von vornherein ausgeschlossen sein.

Zusätzlich werde ich ganz gewiss deine unbefriedigte Lust stets auf‘s Neue befeuern.

Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Ich werde aus dem Vollen schöpfen.

Du wirst lernen, deine Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu richten.

Auf mich- Lady Johanna.

Du wirst mich als warmherzige Eiskönigin schätzen lernen.

Meine Führung über dich stets immer wieder neu spüren.

Dich gefesselt und zugleich befreit fühlen.

Deine Abrichtung auf mich beginnt.

Du wirst lernen dürfen, deiner Bestimmung zu folgen, nicht mehr selbstbestimmt über deine Lust zu verfügen und Dich deinem Schicksal zu fügen.

Nun bist Du bereit, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Mich.

Bereit sein, alles zu tun.

Mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Meine Bedürfnisse zu erkennen.

Daran zu arbeiten, meinen Ansprüchen gerecht zu werden.

Über Dich hinauszuwachsen.

Und dich auch in deiner Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Du darfst mich glücklich machen.

Denn letztendlich ziehst du aus meinem Glück Dein eigenes.

3. Was die Keuschhaltung bei dem submissiven Part bewirken kann

Für den submissiven Part steht der Wunsch im Vordergrund, die Kontrolle über seine Lust abzugeben und sich den Wünschen bzw. Bedürfnissen seiner Herrin zu unterwerfen.

Nicht wissend, wann, wie oder ob überhaupt Erlösung gestattet sein wird.

Dies kann bis hin zur völligen Hingabe führen.

Zu dem Wunsch, dass der keusch Lebende wirklich, im wahrsten Sinne des Wortes gewillt ist, „alles für seine Herrin zu tun“, um sie zufrieden und mild zu stimmen. Ihre Anerkennung zu erhalten.

Vom Verlangen zur Hingabe

Auch die Lust selbst kann durch die Enthaltsamkeit gesteigert werden.

Empfindungen intensivieren sich.

Verlangen wächst.

Mit anderen Worten:

Je länger die Keuschhaltung andauert, desto mehr verschiebt sich der Fokus des submissiven Parts auf das Wesentliche- seine Herrin.

Die Rolle von Tease and Denial

Dabei kommen dem Teasing, Edging, ruinierte Orgasmen, der Abmelkung als Spielpraktiken, aber auch dem Einbeziehen verschiedener Fetische eine wichtige und besondere Bedeutung zu.

Mit diesen ist es möglich, das lustvolle Leiden des keusch Gehaltenen zu steigern und somit seine Hingabe wachsen zu lassen. Die unbefriedigte Lust wird immer wieder bewusst angeregt.

Das Verlangen wächst.

Die Sehnsucht nach Erlösung nimmt zu.

Und mit ihr wächst die Bereitschaft, sich hinzugeben.

Wo Hingabe wächst

Diese kann der dominante Part für sich nutzen, um den Sub exakt auf seine Bedürfnisse abzurichten und vorhandene Defizite auszuloten, so dass der Submissive zum treuen Diener mit rückhaltloser Hingabe erzogen wird.

Der Keuschling geht dabei gewollt an seine Grenze.

Unter anderem, mit der Aussicht auf sexuelle Befriedigung.

Er erlebt, sich nach Belieben von seiner Herrin zur Befriedigung ihrer Lust auf anreizende Weise benutzen zu lassen. Wie sich Verlangen bei ihm aufbaut und immer wieder unerfüllt bleibt.

Anreize zu schaffen, stellt ein essentielles Mittel dar, ihn immer wieder die Lust spüren zu lassen und sein Verlangen nach Erlösung ins Unendliche zu steigern.

Dabei hat er selbst keinerlei Einfluss, da er durch zusätzliche Restriktionsmaßnahmen unter Kontrolle gehalten wird. Die Entscheidung über Erlösung liegt nicht bei ihm.

Die unbefriedigte Lust wird zur Folter- zur Herausforderung.

Und irgendwann wird der Käfig nur noch zum Symbol, da er mental fest verankert ist.

Denn die eigentliche Keuschheit findet letztendlich im Kopf statt.

Die mentale Ebene der Keuschhaltung

Mit anderen Worten: Der Submissive erlebt eine andere Form des Leidens, eine andere Form von Schmerz, der nicht physischer Natur ist.

Es ist ein psychischer Prozess.

Ein Spannungsfeld aus Verlangen, Hoffnung, Frustration und Hingabe.

Diese Spuren sieht man nicht, sondern fühlt sie.

Je länger die Keuschhaltung fortgeführt wird, desto tiefer kann die Verbindung werden.

Die dauerhafte Keuschhaltung ist nicht einfach nur ein leichtfertiges Spiel oder eine vorübergehende Laune.

Sie erfordert:

- Ernsthaftigkeit

- Ehrlichkeit

- Verlässlichkeit

- Willensstärke

Nur so entsteht Entwicklung.

Vertrauen als Grundlage

Es ist ein Sich- Einlassen, ein Loslassen und kann eine Befreiung und schließlich eine persönliche Bereicherung sein.

Dieses vollständige Sich- Öffnen gegenüber einem anderen Menschen kann mitunter Ängste, teils auch Wut und Zweifel hervorrufen.

Denn der submissive Part zeigt sich in diesem Prozess von seiner verletzlichen Seite.

Gerade deshalb ist es ein großer Schritt.

Und eine besondere Form der Hingabe.

Er muss darauf vertrauen können, aufgefangen zu werden, wenn es schwierig wird.

Dass Ängste nicht als Schwäche betrachtet werden.

Sondern als Teil des Prozesses.

Wachstum durch Hingabe

Diesen Mut, sich einer anderen Person in dieser Form anzuvertrauen und hinzugeben, ist ein gewaltiger Schritt und eine wunderbare Form der Hingabe an seine Herrin.

Die Erfahrung, Herausforderungen zu bewältigen und durchzuhalten, kann dazu führen, an sich selbst zu wachsen.

Mit der Zeit entsteht Stolz.

Der Stolz, keusch sein zu dürfen.

Der Stolz, sich bewusst für diesen Weg entschieden zu haben.

Und der Wunsch, die Bedürfnisse der Herrin auf eine Weise zu erfüllen, die ihr Freude bereitet.

Für Viele liegt genau darin die eigentliche Erfüllung.

4. Die Bedeutung der Keuschhaltung für den dominanten Part

Dem dominanten Part kommt bei dieser Spielart, insbesondere im Hinblick auf eine dauerhafte Keuschhaltung, eine große Verantwortung zu.

Er sollte in sein Gegenüber hineinfühlen können, für dessen Bedürfnisse, Ängste und dessen Zweifel ein offenes Ohr haben und sensibel auf dessen Grenzen abgestimmt sein.

Er muss einschätzen können, was sein Gegenüber benötigt, um ein bestimmtes Ziel in einem bestimmten Zeitraum erreichen zu können.

Durch dieses Erziehungsmittel erhält der dominante Part die Möglichkeit, die Hingabe seines Gegenübers zu vertiefen.

Eine Hingabe, die wiederum eine individuelle und auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte Dynamik entstehen lassen kann.

Was bedeutet es für mich?

Keuschhaltung ist eines der für mich faszinierendsten Erziehungsmittel überhaupt.

Wandelt sich der anfängliche Zweifel in Stolz, den KG für mich tragen zu dürfen, kannst Du ihn Dir nicht mehr wegdenken und beginnt sich Dein Denken und Handeln immer stärker auf mich auszurichten, dann erfüllt mich das.

Wenn sich in Deinen Augen mein Glück widerspiegelt, dann bin ich zufrieden.

Ein wunderbares Mittel, dich in meinen Dienst treten zu lassen.

Werte zu erkennen.

Manieren zu erlernen.

Du wirst in meinen Händen eine bessere Version Deiner selbst werden.

Ich weiß, was gut für dich ist.

Du wirst lernen, über Dich hinauszuwachsen.

Auch mein Sadismus findet hier einen besonderen Ausdruck. Ihn kann ich hier ganz wunderbar ausleben.

Dieser kommt so richtig in Fahrt, wenn ich mit deiner unbefriedigten Lust spielen kann.

Wenn Verlangen wächst.

Wenn Sehnsucht entsteht.

Wenn die Aufmerksamkeit immer wieder auf das gelenkt wird, was unerreichbar bleibt.

Die Spannung steigt.

Die Dynamik vertieft sich.

Und genau darin liegt für mich der besondere Reiz.

Dein Betteln.

Deine Hingabe.

Die Ergebenheit in Deinen Augen.

All das erzeugt eine Dynamik, die mich fasziniert.

Und noch immer gibt es einen weiteren Schritt.

Noch eine weitere Möglichkeit, das Spiel zu vertiefen.

Nach und nach werde ich auch deine Tabus Teil unserer Dynamik werden.

Deine Lust grenzenlos, meine Befriedigung unermesslich- ein Hochgefühl, einem Rausch gleichend.

Dein Betteln ist Musik in meinen Ohren. Eine berauschende Melodie, ich tanze im Takt dieser Melodie, gehe im Rhythmus auf, koste es aus. Dein Jammern- ein Höhepunkt, Hingabe, die Ergebenheit in deinen Augen – ein unglaublicher Genuss und Befriedigung zugleich. Es gibt kein Zuviel und nichts ist genug.

Ambivalenzen halten

Zwiespalt- Gedanken kommen auf- wie gerne würdest Du Dich Deiner Lust und Befriedigung hingeben, so verführerisch, sich der Versuchung nachzugeben.

Und gleichzeitig ist da das Bedürfnis durchzuhalten.

Die Aussicht auf kurzzeitige Befriedigung steht dem Wunsch gegenüber, etwas Größerem zu dienen.

Jetzt geht es nicht mehr nur um Dich.

Hier entsteht etwas Gemeinsames und die Ausrichtung auf mich.

Den Stolz in meinen Augen zu sehen.

Das Gefühl, mir Freude zu bereiten.

Die Gewissheit, den gemeinsamen Weg weiterzugehen.

Das ist gemeinsame Erfüllung- ein Gleichklang- das Loslassen von niederen Bedürfnissen.

Ein höheres Ziel.

Befreiend.

Zufriedenheit tut sich auf.

Nicht im schnellen Nachgeben.

Sondern im bewussten Verzicht.

Im Vertrauen.

In der Hingabe.

Spielraum und Möglichkeiten

Kurzum: Der dominante Part kann mit der unbefriedigten Lust seines Partners spielen und sie bis zu dessen individuelle Grenze begleiten.

Es gibt viele Möglichkeiten, immer wieder bewusst zu machen, wer die Kontrolle über die Lust innehat.

Dabei können unterschiedliche Formen von Konsequenzen oder Verstärkungen zum Einsatz kommen.

Beispielsweise in Form von Züchtigung, Verweigerung eines Orgasmus, ruinierte Orgasmen oder durch das Abmelken.

Ebenso wichtig ist es, immer wieder neue Anreize zu schaffen, damit die Spannung erhalten bleibt.

Mein persönlicher Umgang damit

Ich gehe an dieses Thema sehr unterschiedlich heran.

Viele meiner Gäste wissen, dass ich Keuschhaltung sehr schätze und sie gern in mein Spiel einbeziehe.

Das Verlangen, von mir dauerhaft unter Verschluss gehalten zu werden, entwickelt sich dabei häufig von ganz allein durch die Dynamik der BDSM- Beziehung.

Einheitliche Regeln gibt es dafür nicht.

Individualität und Kreativität sind hier gefragt.

Je nach Persönlichkeit gestalte ich diesen Bereich sehr unterschiedlich.

So gibt es Gäste, die ausschließlich für die Zeit der Session einen KG tragen bzw. diesen einige Tage vor dem Spiel anlegen.

Ein wundervolles Spiel.

In die Tiefe geht diese Form jedoch meist nicht.

Sie dient eher der kurzzeitigen Luststeigerung.

Nur wenige meiner engen Gäste sind dauerhaft für mich verschlossen.

Dies funktioniert, weil man sich sehr gut kennt und eine Vertrauensbasis geschaffen hat.

5. Die Bedeutung für beide Seiten:

Das Anlegen des KG‘s durch die Herrin bietet eine wunderbare Möglichkeit, den Weg des Sklaven in die Keuschheit und Ergebenheit zu bahnen.

Der Beginn einer intensiven und innigen Dynamik.

Gemeinsam durch den Prozess

Unabdinglich ist dabei, dass der Keuschling in der Zeit, in der er im Alltag allein zurecht kommen muss, nicht allein gelassen wird.

Je nachdem wie lange der KG vom submissiven Part getragen wird, können anfangs durchaus Stimmungsschwankungen oder das Gefühl auftreten, es nicht zu schaffen.

Gerade dann gilt es, Mut zu machen und der Person wirklich beizustehen.

Denn im Grunde möchte der Submissive nicht aufgeben.

Er gerät vielmehr schlichtweg an seine Grenzen.

Grenzen, die in diesem Moment manchmal unüberwindbar erscheinen können.

Vertrauen als Fundament

Genau hier zeigt sich die Bedeutung von Vertrauen.

Zu wissen, dass man aufgefangen wird und damit nicht allein bleibt.

Dass Zweifel ausgesprochen werden dürfen.

Und dass Schwierigkeiten nicht als Versagen bewertet werden.

Sondern als Teil des gemeinsamen Weges.

Eine Dynamik, die beide bereichert.

Entscheidend ist letztendlich, dass beide Seiten Freude an dieser Form des Spiels empfinden und eine besondere Vertrauensbasis entstehen lassen.

Kommunikation spielt dabei eine zentrale Rolle.

Sie schafft Orientierung.

Sie schafft Sicherheit.

Und sie ermöglicht es, einen Weg zu gehen, der für beide Seiten erfüllend ist.

Denn genau darin liegt für mich die eigentliche Bedeutung von Keuschhaltung:

Nicht allein im Verzicht.

Sondern in der Verbindung, die daraus entstehen kann.